"Gratis"-Apps: nicht immer kostenlos
Meistens kann man sich Apps kostenlos herunterladen. Oft kommt es jedoch vor, dass man jedoch bestimmte Zusatzfunktionen erst nach Bezahlung (=In-App-Käufe) freischaltet. Manchmal kann man die eigentliche Hauptfunktion der App erst nutzen, wenn man sich ein kostenpflichtiges Update kauft.
Es gibt auch Apps, die zuerst kostenlos angeboten werden und bei längerer Nutzung kostenpflichtig werden. Du kannst sie also zuerst kostenlos nutzen und gewöhnst dich an die Verwendung der App. Aber nach ein paar Monaten läuft die kostenlose Nutzungslizenz ab und du musst eine Gebühr bezahlen.
Wie kannst du dich vor Kostenfallen schützen?
- Informiere dich vorher, welche Funktion bei der kostenlosen Version nutzbar sind.
- Überlege dir, ob du die Zusatzfunktion wirklich brauchst.
- Deaktiviere oder sperre In-App-Käufe: bei iOS-Geräten kannst du die In-App-Käufe deaktivieren, bei Android-Geräten die Passwort-Sperre verwenden.
- Datenpaket im Auge behalten: Die meisten Apps verbinden sich mit dem Internet. Falls die App dieses intensiv nutzt, solltest du dein verbleibendes Datenvolumen im Auge behalten. Falls du dieses überschreites, verlierst du den Zugang zum Internet oder musst ein Zusatzpaket kaufen. Vor allem im Ausland kann dies sehr teuer werden. Alternativ kannst du dich mit öffentlichen WLAN-Netzen verbinden. Dabei sollte dir jedoch bewusst sein, dass diese nicht besonders sicher sind und ihre eigenen Gefahren bergen.
- Die richtige Zahlungsart verwenden: Wenn du trotzdem einmal eine kostenpflichtige App kaufen willst, musst du eine entsprechende Zahlungsart angeben. Zum Beispiel: Kreditkarte, Prepaid-Kreditkarte, Guthabenkarte, Handyrechnung (WAP-Billing). Informiere dich vorab über die Vor-und Nachteile, wie vorhandene/nicht vorhandene Ausgabenlimits und Passwortabfrage bei Kaufabschluss.
- Lies das Kleingedruckte: Vor dem Abschluss eines Abos oder Kaufvertrag solltest du den gesamten Vertrag lesen. Betrüger:innen locken oft mit besonderen Rabatten, erhöhen nach den ersten Monaten jedoch die Raten drastisch oder verlangen Beträge, die im Kleingedruckten versteckt waren.
- Vorsicht bei Probe-Abos: Auch bei Probe-Abos solltest du vorsichtig sein. Auch wenn diese ursprünglich gratis sind, können im Nachhinein hohe Kosten auf dich zukommen. Stelle also sicher, dass du die Abos rechtzeitig wieder kündigst. Vor allem bei einer Laufzwit von einem Monat können sie oft gleich nach Abschluss wieder gekündigt werden, ohne dass man sofort den Zugriff verliert.