Vorsicht vor betrügerischen Apps!
Für das Smartphone gibt es zahlreiche Apps, die den Alltag erleichtern. Es gibt aber auch Apps, die das Leben erschweren können: Unseriöse Anwendungen entpuppen sich oftmals als teure Abo-Fallen oder als Datenkraken. Auch Apps, die die Geräte der Nutzer:innen mit Schadsoftware infizieren, sind eine beliebte Masche von Cyberkriminellen. Wir zeigen dir, wie du dich davor schützen kannst.
Wallpaper-Apps, QR Code Scanner oder Screen Recorder: Oftmals sind es Apps mit nur wenigen Funktionen, durch die sich Betrüger:innen Zugang zu deinem Smartphone oder deinem Geld verschaffen. Bevor du solche Apps installierst, solltest du daher lieber zweimal hinsehen!
Vorsicht vor Datenkraken!
Daten sind eine begehrte Ware für Kriminelle. Das Smartphone ist eine Möglichkeit an diese Daten zu kommen. So gibt es betrügerische Apps, deren einziges Ziel das Abgreifen von Daten ist. Diese Apps zeichnen sich oft dadurch aus, dass sie nur wenige Funktionen anbieten oder erst gar nicht funktionieren.
Außerdem ist es bei kostenlosen Anwendungen nicht unüblich, dass du mit deinen Daten "zahlst". Das gilt auch für seriöse und beliebte Apps, da Unternehmen ebenso interessiert an deinen Daten sind. Dabei wird Zugriff auf die Kamera, auf das Adressbuch oder auf die Standortdaten verlangt, obwohl das für die Nutzung der App gar nicht notwendig wäre. Eine App, die nur die Taschenlampe ein- und ausschalten kann, benötigt keinen Zugriff auf Standortdaten, Kontakte oder die Kamera.
Vorsicht vor Schadsoftware!
Eine weitere Möglichkeit, um an Daten zu kommen, ist das Infizieren eines Smartphones mit Schadsoftware. Dabei werden beim Download einer App Trojaner, Viren oder andere schädliche Programme mitinstalliert. Das perfide daran: Für dich als Nutzer:in ist die Gefahr oft gar nicht erkennbar, da die Schadsoftware im Hintergrund unbemerkt Gespräche, Bilder, Passwörter und andere Daten abfängt.
Schadsoftware hat jedoch viele Gesichter: So gibt es neben den Datensammlern, unter anderem auch Erpressungstrojaner oder Schädlinge, die Verbindungen zu kostenpflichtigen Hotlines aufbauen.
Vorsicht vor Kostenfallen!
Apropos kostenpflichtig: Manche Apps entpuppen sich als teure Kostenfalle. Auch das gilt vor allem für Apps mit nur wenigen Funktionen. Screen Recorder, Wallpaper Apps oder Foto-Collagen-Apps könnten in eine Abo-Falle führen. Dass Kosten anfallen wird dabei entweder gar nicht erwähnt oder kaum sichtbar im Kleingedruckten versteckt. Oftmals handelt es sich auch um Apps mit kostenlosen Probe-Abo, das automatisch verlängert wird. Die Betroffenen erfahren von diesen Kosten erst, wenn sie sich ihre nächste Handyrechnung ansehen.
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Beim Anzeigen werden Daten übertragen.
Tipps für ein sicheres Smartphone
All das mag bedrohlich klingen, doch es gibt ganz einfache Maßnahmen mit denen sensible Daten geschützt und Kostenfallen vermieden werden können:
- Auf offizielle Anbieter achten: Bevor du eine App von einem offiziellen Store („Google Play Store“ oder „App Store“) herunterladen kannst, wird diese von den Store-Betreibern überprüft. Häufen sich Beschwerden zu einer App, wird sie entfernt. Daher sollten neue Apps nur über offizielle Stores heruntergeladen werden.
- Zuerst überprüfen, dann (vielleicht) installieren: Vor einer Installation macht es Sinn, die Beschreibung (auch das „Kleingedruckte“) einer App zu lesen, um Kostenfallen zu vermeiden. Genauso können Bewertungen aufschlussreich sein, denn oftmals wird dort schon vor betrügerischen oder unseriösen Angeboten gewarnt. Gibt es keine oder nur wenige Bewertungen oder wird ein kostenloses Probe-Abo angepriesen, gilt es besonders vorsichtig zu sein.
- Weniger Rechte bedeutet mehr Sicherheit: Prüfe bei der Installation einer neuen App die Zugriffsberechtigungen. Verlangt eine App zu viele Rechte und Zugriffe, die für die Nutzung gar keinen Sinn ergeben, sollte diese lieber nicht installiert werden. Den Zugriff auf den aktuellen Standort zu erlauben, macht bei Navigationsanwendungen Sinn, bei Horoskop- oder Bildbearbeitungsprogrammen ist es ein Indiz dafür, dass Daten abgegriffen werden.
- Regelmäßig aktualisieren und aufräumen: Apps müssen regelmäßig aktualisiert werden, denn Updates sorgen unter anderem dafür, dass bekannte Sicherheitslücken geschlossen werden. Außerdem solltest du Apps löschen, wenn du diese nicht mehr verwendest. Dann besteht auch keine Gefahr mehr, dass die Anwendung im Hintergrund Daten abgreifen kann.
- Sinnhaftigkeit der Apps hinterfragen: Betrügerinnen und Betrüger wollen meistens möglichst wenig Aufwand betreiben. Deshalb umfassen ihre Apps oft nur sehr grundlegende Funktionen, wie zum Beispiel eine Taschenlampe oder Fotobearbeitungs-App. Diese Anwendungen werden allerdings mittlerweile auf nahezu allen Geräten von den Produzenten angeboten. Frage dich also, ob du wirklich eine App dafür brauchst, oder ob du dich mit der Version der Hersteller begnügen kannst. Eine Anwendung mit großem Risiko sind QR-Scanner, da du hier Zugriff auf deine Kamera gewähren musst.
- Zu gut, um wahr zu sein: Wenn eine App ausschließlich 5-Sterne Bewertungen hat, kann dies ein Inidiz für schlechte Absichten sein. Vor allem, wenn eine große Menge der Reviews innerhalb eines kurzen Zeitraumes verfasst wurden, solltest du aufpassen. Das kann ein Hinweis auf gekaufte Bewertungen sein, wodurch sich Betrügende einen seriösen Anschein erschummeln wollen.
- In-App-Käufe können deaktiviert werden: Auch seriöse und eigentlich kostenlose Apps können durch In-App-Käufe rasch teuer oder sogar gefährlich werden. Solche kostenpflichtige Zusatzangebote werden von den App-Stores nicht ganz so genau kontrolliert und sind dadurch als Hintertür für Schadsoftware geeignet. Wenn du nie oder nur selten In-App-Käufe tätigst, solltest du diese gleich ganz deaktivieren und auch keine Zahlungsdaten in den Apps-Stores hinterlegen.
Mehr Infos zu Betrugsfallen und gefälschten Seiten findest du auch auf Watchlist Internet.