Händlerkredit: Vor- und Nachteile
Du möchtest ein neues Sofa oder einen neuen Fernseher? Du stehst im Möbelhaus oder beim Elektrohändler siehst ein Angebot und willst es sofort mitnehmen – aber der Preis ist trotzdem hoch?
Viele Händler bieten eigene Kredite an, sogenannte „Händlerkredite“. Dabei handelt es sich um Kredite von firmeneigenen Kreditinstituten oder Partnerbanken. So lassen sich das Sofa, der Fernseher oder die neue Küche finanzieren.
Händlerkredite werden häufig zu sehr günstigen Zinsen vergeben. Das schaut auf den ersten Blick sehr verlockend aus.
Doch die Bindung an den Händler ist Vor- und Nachteil zugleich. Einerseits musst du keine Kreditangebote recherchieren und hast einen Ansprechpartner vor Ort. Andererseits ermöglicht der Kredit keinen Anbieterwechsel.
Außerdem gilt: Solange der Händlerkredit nicht abbezahlt ist, bleibt die Ware Eigentum des Verkäufers. Bleiben Ratenzahlungen aus, kann dieser die neue Küche oder den neuen Fernseher zurückverlangen. Die Laufzeit der meisten Händlerverträge ist kurz und es sind weder Sondertilgungen noch Ratenpausen vorgesehen. Damit die Händlerkredite so günstig sein können gibt es zudem kaum Rabatte.
Bevor du ein Kreditangebot von einem Händler annimmst, solltest du in jedem Fall vergleichen.
Denn ein normaler Ratenkredit einer anderen Bank kann besser sein. Warum? Bei einem Bankkredit erhältst du den gesamten Betrag sofort und kannst beim Händler als Barzahler auftreten. Dadurch kannst du möglicherweise einen Barzahlerrabatt aushandeln, der das Sofa oder den Fernseher günstiger macht als bei der Bezahlung mit dem Händlerkredit.
Tipp: Auch wenn du das Sofa oder den Fernseher am liebsten sofort mitnehmen möchtest und es Mühe macht – nimm dir Zeit für einen Vergleich!