Vorsorge für Frauen
Statistiken zeigen, dass Frauen im Durchschnitt länger als ihre männlichen Artgenossen auf unserer Welt verweilen dürfen. Doch ohne ausreichende finanzielle Mittel ist auch ein langes Leben nicht nur ein rosiger Ausblick.
Nach wie vor beziehen Frauen im Vergleich zu Männern meist eine weitaus geringere Pension. Dies hängt mit den unterschiedlichen Verläufen des Berufs- und Erwerbslebens zusammen. Gerade deshalb sollten Frauen so früh wie möglich beginnen vorzusorgen. Wichtig ist es, den ersten Schritt zu tun.
Gesunder Lebensstil, ungesunde Finanzlage
Das Einkommen von Frauen ist nach wie vor dramatisch niedriger als jenes der Männer. Der Gender Pay Gap, wie der Gehaltsunterschied von Expert:innen auch genannt wird, ist in den letzten Jahren zwar kleiner geworden, liegt in Österreich aber noch immer bei 12,5 Prozent (2024 – Statistik Austria).
Im Schnitt verdienen Frauen für dieselbe Arbeit oftmals weniger als ihre männlichen Kollegen. Gründe dafür sind etwa Erwerbsunterbrechungen aufgrund von Kinderbetreuungspflichten und Jobs in niedrig entlohnten Branchen. Ein echter Karriere- und Gehaltskiller ist die Teilzeitarbeit.
Das niedrigere Gehalt in der aktiven Erwerbszeit wird in der Pension zu einem echten Problem. Der Gender Pension Gap (Rentenabstand) beträgt 40,09 Prozent. (Quelle: Statistik Austria)
Selbst ist die Frau
EUR 1.594,24 beträgt die durchschnittliche Alterspension einer Frau in Österreich im Jahr 2024. Zum Vergleich: die durchschnittliche Alterspension eines Mannes in Österreich im Jahr 2024 beträgt EUR 2.321,40.
Damit sind besonders Frauen gefordert, für das Alter selbst oder gemeinsam mit dem:der Partner:in vorzusorgen, um den gewohnten Lebensstandard halten zu können.
Altersvorsorge sollte man auch nicht auf die lange Bank schieben. Klar hat man mit 25 oder 30 Jahren keine großen Summen, die man zur Seite legen kann, aber jeder Euro zählt.
Und einer Tatsache muss man dabei ins Auge sehen: Vorsorge ist immer auch ein Verzicht. Auch wenn man es sich heute nicht vorstellen kann, in 30 oder 40 Jahren freut man sich über jeden Extra-Euro, der einem das Leben in der Pension leichter macht.