Schadsoftware als Bedrohung

Das Versenden von Schadsoftware ist eine weitere Form der Bedrohung für Gamer:innen. Die Schadsoftware tarnt sich dabei oftmals als ein kostenloses Spiel, als attraktive Erweiterung oder als Cheat. Die Kriminellen verschicken dabei vor allem Ransomware (um Geld von dir zu erpressen) und Password Stealer (um Zugang zu Spielkonten zu bekommen).

Tipp: Viele Spieler:innen schalten ihr Antiviren-Programm beim Spielen aus, da diese zu viel Ressourcen verbrauchen. Das nutzen Kriminelle aus. Denn Antiviren-Programme könnten Schadsoftware und betrügerische Webseiten erkennen. Lass daher dein Antiviren-Programm eingeschaltet – manche der Programme bieten auch einen weniger ressourcenintensiven Gaming-Modus an.

Smartphone-Apps

Auch bei Handy-Spielen ist Schadsoftware ein zunehmendes Problem. Beim Herunterladen von Apps, die vorgeben ein bestimmtes Spiel zu sein oder auch bestimmte Eigenschaften und Erweiterungen für ein bestehendes Spiel versprechen, kann diese Schadsoftware heruntergeladen werden. Dabei werden erneut Daten gestohlen, und zwar nicht nur die Zugangsdaten zu einem Spiel-Account, sondern auch die Daten vom Handy.

Diebstahl einzelner Gegenstände

Manchmal reicht es den Betrüger:innen auch einzelne Gegenstände oder Artikel zu stehlen. Dafür geben sie sich als alte Freund:innen oder als Mitarbeiter:innen von Gaming-Plattformen, aus. Sie wollen einen „coolen Gegenstand“ mal ausprobieren oder benötigen als Mitarbeiter:in einen Spieleartikel „zur Überprüfung“. Tatsächlich handelt es sich auch hier um eine gängige Betrugsmasche. Der „geliehene“ Gegenstand ist verloren.

Tipp: Sei bei solchen Nachrichten wachsam! Mitarbeiter:innen von Gaming-Plattformen fordern dich niemals dazu auf, einen Spieleartikel zu teilen. 

Fake-Shops

Neben Phishing-Versuchen sind auch Fake-Shops beliebt unter Online-Betrüger:innen. Daher gibt es auch im Gaming-Bereich unterschiedlichste betrügerische Online-Shops. Die Kriminellen locken dabei mit günstigen Game-Keys, mit Währungen bestimmter Spiele oder mit dem Verkauf unterschiedlichster Gegenstände.

Das Spiel „Fortnite“ zum Beispiel zieht Betrüger:innen aller Art an, da es viel von Kindern und Jugendlichen gespielt wird. So findet man online unzählige sogenannte V-Bucks-Generatoren, die kostenlose V-Bucks (Premiumwährung auf Fortnite) versprechen.

Auf anderen gefälschten Seiten werden günstige Accounts von anderen Spieler:innen verkauft. Auch wenn es verlockend sein mag, lass dich nicht von zu günstigen Angeboten täuschen. Oftmals handelt es sich dabei, um gestohlene Accounts. Die Wahrscheinlichkeit, dass die eigentlichen Eigentümer:innen versuchen ihren Account wieder zurückzubekommen, ist sehr groß. 

Auch bei günstigen Game-Keys solltest du vorsichtig sein und die Spiele im Zweifelsfall nur von den offiziellen Anbieter:innen kaufen. Spieler:innen berichten immer wieder von nicht funktionierenden Keys, die sie allerdings vorab bezahlen mussten. Das Geld ist damit verloren.

Tipp: Fake-Shops im Gaming Account lassen sich genauso entlarven wie andere Fake-Shops auch! Dazu zählt zum Beispiel ein fehlendes Impressum oder unsichere Zahlungsmöglichkeiten. 

Mehr zu den Betrugsmaschen, die Gamer:innen kennen sollen, findest du auf Watchlist Internet